Ein originaler Panama-Hut – aus Cuenca, Ecuador

Zu Besuch in Cuenca – Ecuador

Endlich hab ich einen Hut. Einen richtigen Panama-Hut. Ein Original quasi. Seit wir auf dem Markt in Otavalo waren, wollte ich einen. Eigentlich habe ich massig Hüte zu Hause. Einen aus Thailand, einen aus Florida, einen aus Myanmar. Aber einen richtigen echten Panama-Hut. Der hat mir noch gefehlt.

Wir sind seit gestern in Cuenca. Nach einer super anstrengend Fahrt von Puerto Lopez aus, sind wir nach knapp zehn Stunden und zwei verschiedenen Bussen (von denen einer die Mängel des anderen noch übertroffen hat) endlich in Cuenca angekommen. Dann wollte man uns noch ein Zimmer ohne Fenster andrehen. Nach ewigem Hin und Her mit dem Mitarbeiter der Rezeption bekamen wir dann doch noch ein Zimmer mit Fenster. Mit kleinem Balkon sogar 🙂

Das war nicht unser Balkon, aber schön oder? 🙂

Wer nach Cuenca reist und im Vorfeld ein Zimmer reserviert: Schreib eine Nachricht an das Hotel, dass du unbedingt ein Fenster brauchst! In Cuenca scheint es üblich zu sein, Zimmer ohne Fenster nach draußen zu vermieten.

Am nächsten Morgen schauen wir uns die Weltkulturerbe-Stadt mal genauer an. Wir sind erstaunt! So wenig Müll auf den Straßen hätten wir in einer ecuadorianischen Stadt nicht mehr erwartet. Überhaupt scheinen die Bewohner Cuenca mehr Wert auf „Ordnung“ zu legen.

Schöne alte und neue Häuser reihen sich aneinander. Die Altstadt ist gepflastert. Überall schön angelegte Grünflächen. Prunkvolle Kathedralen und Kirchen und so viele Museen zur Auswahl, dass man gar nicht weiß, welches man als erstes ansteuern soll.

Wie überall in Ecuador verkaufen die Frauen an den Straßen frische Früchte, Gemüse aller Art und leckere ecuadorianische Snacks.

Wir treffen Cliff, unsern ehemaligen Mitschüler aus der Spanischschule in Quito. Er ist bereits seit Wochen in Cuenca. Zu gut hat ihm diese Stadt gefallen. Wir freuen uns jedenfalls einen mittlerweile ortskundigen Führer zu haben 🙂

Ein Museum voller Hüte

Nach dem wir uns die mit Marmor ausgekleidete, imposante Kathedrale angeschaut haben, erzählt uns Cliff vom „Panama-Hat-Museum“. Zwar gibt es mehrere und die meisten können sich nicht wirklich Museum nennen. Lohnen würde es sich trotzdem, da es keinen Eintritt kostet und wenn man einen Hut kaufen will, wäre es gut einen zu kaufen der sein Geld wert ist. Die Qualität der Panama Hüte, die auf der Straße verkauft werden ist halt wie bei den meisten „Straßenstandwaren“ nicht auf Langlebigkeit ausgerichtet. Was deswegen aber nicht unbedingt schlecht sein muss.

Das Museum gehört zum Hersteller „Barrancos Panama Hats“. Im Prinzip handelt es sich um einen großen Verkaufsraum in dem die alten Maschinen zur Herstellung der Hüte ausgestellt sind, sowie einige Infos zur Geschichte des Huts gegeben werden.

Und ich finde meinen Hut. Für 28$ ist er kein Schnäppchen, wird aber hoffentlich eine Weile halten. Bei allen Panama-Hat’s kann man hier die Farben des Bandes aussuchen. Für 3$ mehr gibt es noch eine Tragetasche dazu (praktisch um sie an den Rucksack zu schnallen).

Wer einen richtig hochwertigen Hut sucht, findet diesen in der „Fine Hat’s“ Abteilung. Nach oben keine (Preis-)Grenze. Cliff gefällt ein Hut für 300$. Den lässt er aber schweren Herzens doch im Laden 🙂

Unterhalb des Museums zieht sich der Rio Tomebamba durch die Stadt. Hier kann man ganz wunderbar im Grünen entspannen. Auch viele Jogger nutzen die ruhigen Wege am Fluss entlang.

Wer ein zentrales und preiswertes Hotel in Cuenca sucht, unser Tipp:

Casa San Rafael: im Kolonialstil, für 35$ / Nacht im Doppelzimmer inkl. Frühstück ein Schnäppchen und empfehlenswert! Allerdings bei Buchung um ein Zimmer mit Fenster bitten!

5 Kommentare

  1. Guenter Martin

    Schöner Bericht, na jetzt weiß ich wo du den schönen Panama Hut gekauft hast !

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  5. Esteban Arteaga

    Muy bonitas fotos e información que nos has dejado en este blog, muchas gracias lo hacen muy bien !

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