Der Salkantay Trek (Teil 3) – Von den Bergen in den Dschungel

Teil 2 unseres Salkantay Trekking Abenteuers findet ihr hier: Der Salkantay Trek (Teil 2) – Der härteste Tag

Auf nach Lucmabamba

Heute ist Tag 3 (von 5) unseres Trekkings zum Machu Picchu. Der Muskelkater hat zugeschlagen. Die Carlosse haben trotzdem kein Erbarmen und wecken uns wie jeden Tag mit heißem Coca Tee um 5:00h morgens. „Wake Up, Wake Up“. Das Aufstehen tut weh. ALLES tut weh – die 22km und die Steigung am Vortag haben ihre Spuren hinterlassen. Zum Glück laufen wir heute nur einen halben Tag. 5km geht es von hier bis zu den Jungle Domes in Lucmabamba. Das klingt wie ein Spaziergang.

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Spaziergang durch den Dschungel

Doch die Strecke zieht sich. Und nach einer Stunde beginnt auch das Schlagen nach Moskitos, die besonders lästig auf alle nicht eingeschmierten Stellen stechen. So schön es ist, durch einen Dschungel zu wandern – aber Mücken gehören eben dazu.

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Carlitos, der heute mal wieder als Schluss der Gruppe läuft, macht sich einen Spaß daraus, immer wieder Steine nach Vorne in den Abgrund neben uns zu werfen und „Puuumaaaaa“ zu schreien. Dann lacht er sich schlapp über verschreckte Blicke, die die Umgebung nach den goßen Wildkatzen absuchen.

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Leider erwischt mich ein Magen-Darmvirus, das zum Glück erst gegen Ende der heutigen Strecke zuschlägt. Mittagessen fällt für mich leider aus. Sebastian hat dafür mit seinem Knie zu kämpfen. Das dauerhafte Bergabsteigen ist eben nichts für vorgeschädigte Knie.

Und endlich erreichen wir Lucmabamba mitten im Dschungel und unser Camp für heute Nacht.

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Die Jungle Domes – hier schlafen wir heute Nacht

Baden in heißen Quellen und peruanische Hits

Zum Glück steht für den Nachmittag ein angenehmerer Punkt auf dem Plan. In der Nähe unseres Camps in Lucmabamba gibt es heiße Quellen. Die Cocalmayo Hot Springs. Nach so viel Trekking keine schlechte Idee. Zumal die sanitären Einrichtungen in den Camps sich hauptsächlich für Katzenwäsche eignen. Die Fahrt dort hin ist optional, deshalb wird abgestimmt – ALLE wollen zu den heißen Quellen 🙂 Also organisiert uns Carlos einen Minivan inkl. Fahrer um uns zu den – eine Stunde entfernt liegenden – Quellen zu bringen.

Der Fahrer liebt schräge Musik und Sender durchzuzappen. Und auch Carlos und Carlitos sind sich uneinig welcher Radiosender denn nun laufen soll, einfach typisch peruanisch. Im einen Moment ertönt ein schräges peruanisches Volkslied. Dann wird weiter gezappt zu Techno und weiter zu Amerikanischem Country. Wir lachen uns schief über die Carlosse und den Fahrer die lautstark mitsingen und sich dann wieder aufregen, wenn umgeschaltet wird.

Eine holprige Fahrt später sind wir bei den Quellen und genießen das heiße Wasser.

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Cocalmayo Hot Springs
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Nach zwei Stunden Planschen und Entspannen geht es für alle zurück nach Lucmabamba. Unsere Guides Carlos und Carlitos sind leicht angeheitert. Der eine hatte ein paar Pisco Sour. Der andere ein paar Bier. So geht es im Minibus zurück – die Carlosse grölen die peruanischen Hits mit. Wir liegen halb in den Sitzen, schlafen oder lachen über und mit unseren beiden Guides.

Nach dem Abendessen beschließen Sebastian und ich aufgrund von anhaltenden Magen-Darm und Knie-Problemen, auf Rat unserer Guides, den ersten Teil der morgigen Strecke auszulassen. Wir werden stattdessen mit dem Team bis Hydroelectrica fahren. Wir verpassen dadurch eine landschaftlich wohl schöne Strecke, dafür aber auch eine der anstrengendsten, da es erneut 3,5 Stunden steil bergauf geht.

Frisch gebadet und todmüde fallen die Pachamamas in ihre Betten. Bis zum nächsten Tag.

Hier gehts zu Der Salkantay Trek (Teil 4) – Hidroeléctrica bis Aguas Calientes

2 Kommentare

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