Arequipa – die weiße Stadt Peru’s

Eine Stadt aus Vulkangestein

Arequipa Basilica Cathedral weiße Stadt

Die Basilika Kathedrale

Wir erreichen Arequipa am späten Abend. Nach 10 Stunden Fahrt von Nazca aus sind wir heilfroh als wir endlich das Lichtermeer von Arequipa sehen. Ein riesiges beleuchtetes Tal. Leider stellt sich heraus, dass wir unsere gebuchte Unterkunft, ein kleines B&B unter Führung einer ausgewanderten Deutschen und ihres peruanischen Mannes nicht beziehen können. „Wir haben nur eine Garage und die ist bereits besetzt.“ Hmm – auf der Straße parken, hier im Randbezirk Arequipa. Nein, kann sie uns nicht empfehlen. Wir müssen uns also noch etwas anderes für heute Nacht suchen.

Die Basilica am Plaza de Armas

Die Basilica am Plaza de Armas

Zum Glück finden wir recht schnell ein bezahlbares kleines Hotel nahe des Zentrums. Die Straße ist durch Tore versperrt, reinfahren nicht möglich. Ganze Straßenzüge, wie kleine Dörfer, sind in der Nacht abgeriegelt. Das sagt wohl schon einiges über die Kriminalitätsrate aus… Das Auto außerhalb zu parken ist  also keine gute Idee.

Wir haben Glück. Der Hotelmitarbeiter erklärt uns wie wir durch das Straßenwirrwar mit verschlossenen Toren nach innen kommen. An einem Tor steht ein Portier, der lässt uns reinfahren und wir können endlich das Gepäck schnappen und unser Zimmer beziehen. Für heute haben wir genug.

Arequipa Altstadt Straße Zentrum

Die Altstadt Arequipa

Am nächsten Morgen schauen wir uns Arequipa, die weiße Stadt, mal genauer an. Sehr sauber und irgendwie geordneter als sonst in Peru. Woran das wohl liegt? Die Arequipenos schmeißen ihren Müll hier nicht einfach an den Straßenrand. Was leider in Peru aber alltäglich ist.

Arequipa’s zentraler Platz – die Plaza de Armas

Arequipas „Plaza de Armas“ strahlt uns an. Palmen wehen auf diesem Hauptplatz, rund um die weiße Basilica Catedral. Diese riesige Kathedrale wurde aus weißem Vulkangestein gebaut. Im Hintergrund sieht man die schneebedeckten Gipfel der umliegenden Berge.

Arequipa Plaza de Armas Basilica Cathedral

Der Plaza de Armas in Arequipa’s Altstadt mit der Basilica Cathedral

Touranbieter Büros reihen sich rund um den Platz aneinander. „Colca Canyon Tour, Colca Canyon..:!“ bewerben die Mitarbeiter der Touragenturen lautstark ihre Angebote. Fang den Touristen! Das übliche Spiel im Kampf um das Geld der vielen Touris. 

Kloster Monasterio Santa Catalina – die Stadt in der Stadt

Kloster Monasterio Santa Catalina

Monasterio Santa Catalina

Ein paar Straßen vom Plaza de Armas entfernt liegt das Kloster Santa Catalina. Ganze 20.400 Quadratmeter umfasst das Kloster und das mitten in Arequipa’s Stadtzentrum. Wie eine (kleine) Stadt in der Stadt. Das wollen wir uns genauer anschauen. Der Eintritt ist mit 40 Soles nicht gerade günstig, aber das Wetter ist heute nicht überragend und wo wir schon mal hier sind 🙂 

Arequipa Kloster Monasterio Santa Catalina Silencio

Der Eingangsbereich des Klosters Santa Catalina in Arequipa

Im Eingangsbereich steht man direkt in einem kleinen Innenhof. Silencio! Ruhe Bitte.

Kloster Santa Catalina Arequipa Monasterio

Der Eingangsbereich des Klosters Santa Catalina in Arequipa – Silencio bitte!

Die rot gestrichenen Wände der ehemaligen Wohnhäuser der Nonnen strahlen uns entgegen. Die großen Innenhöfe der Gemeinschaftshäuser sind bepflanzt mit Zitronenbäumen und blühenden Pflanzen. Sind wir wirklich in Peru? Man fühlt sich eher als wäre man in einem kleinen Dorf in der Toskana.

Das Kloster Santa Catalina war kein schlechter Ort zum Wohnen und Leben. Wer seine Tochter in dieses Kloster schicken wollte, musste allerdings auch schon ordentlich Geld auf der hohen Kante haben um sich die Mitgift leisten zu können.

 

Innenhof des Klosters Santa Catalina in Arequipa

Einer der schönen Innenhöfe des Klosters

Kloster Santa Catalina Arequipa Monasterio Papageientaucher

Wen haben wir denn da? Ein Papageientaucher an einer Innenwand im Kloster 🙂

Speisesaal des Klosters Santa Catalina

Der Speisesaal des Klosters

wohlhabendes Leben im Kloster in Arequipa

Unter wohlhabenden Spanischen Familien war es damals üblich die zweitgeborene Tochter der Familie mit etwa 12 Jahren in das Kloster zu geben. Ab diesem Zeitpunkt war ein Kontakt nach außen und zur Familie nur noch durch Gitter möglich. Nicht sehen, nicht berühren.

Das Meerschweinchen Gehege - im Innenhof eines der Häuser im Kloster

Das Meerschweinchen Gehege – im Innenhof eines der Häuser im Kloster

Ein hartes Los! Trotz des komfortablen Lebens innerhalb des Klosters – in der Regel hatten die Nonnen eine Dienerin und mehrere Wohnräume, inkl. eigener Küche und Vorratsraum.

Zum Vorratsraum kann man auch das Gehege im eigenen kleinen Garten jedes Hauses bezeichnen, in dem die Cuys – die Meerschweinchen – gehalten wurden.

Eine Straße innerhalb des Klosters Santa Catalina

Eine Straße innerhalb des Klosters

Ein Innenhof innerhalb des Klosters Santa Catalina

Ein Innenhof innerhalb Santa Catalina

Mehr Interessantes zum Kloster Santa Catalina unter Wikipedia – Santa Catalina

Fazit

santa catalina arequipa blumeNach fast 3 Stunden verlassen wir das Kloster. Wer sich Santa Catalina anschauen möchte, sollte unbedingt genug Zeit mitbringen. Das Klostergelände ist wirklich riesig und es gibt unheimlich viel zu entdecken. Man kann wunderbar durch die kleinen Gassen schlendern und beinahe jedes der vielen Wohnhäuser darf man betreten und sich umschauen. Die schönen Innenhöfe laden zum Ausruhen ein und man fühlt sich wie in einer eigenen, ruhigen, kleinen Stadt. Toll, um sich vom Stadtlärm ein paar Stunden zu erholen. 🙂

1 Kommentare

  1. Pingback: Roadtrip durch Peru - Auf dem Weg zum Colca Canyon - Papageientaucher

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