Mexiko

Land der Kakteen und Pyramiden

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Chichén Itzá

Eine Reise durch Mexiko

Wie reist man am besten durch Mexiko? Welche Route empfiehlt sich, um von diesem riesigen Land so viel wie möglich zu sehen? Es gibt Länder, da gibt es die typischen Reiserouten, die einen in 2-3 Wochen einmal quer durch’s Land und an allem Sehenswerten vorbei führen. Mexiko gehört nicht zu diesen Ländern. Allein auf der Yucatan-Halbinsel kann man gut und gerne 3 Wochen verbringen ohne, dass einem auch nur annähernd langweilig wird. Die Pazifikküste auf der anderen Seite bietet vom Massentourismus verschonte weite Strände und kleine mexikanische Städtchen, die einen das richtige, ursprüngliche Mexiko erleben lassen. In Zentralmexiko sollte man Oaxaca und Chiapas, unsere beiden Lieblings-Bundesstaaten Mexiko’s, nicht auslassen. Wir haben selten so gut gegessen und hätten am liebsten alle Handwerksstände in San Cristobal de las Casas (Chiapas) und in Oaxaca leergekauft. Um an dieser Stelle nur die Punkte Essen und Einkaufen zu erwähnen 🙂 Eine Route für 2-3 Wochen zu finden gestaltet sich also mehr als schwierig. Wir hoffen wir können ein paar von euch bei der Routenplanung helfen. Anhand unserer Blogeinträge könnt ihr schauen was euch am meisten interessiert und so eure Mexiko-Schwerpunkte für die Reise setzen. Je mehr Zeit ihr in Mexiko habt – desto besser.

Oaxaca

Region Mexico City & Teotihuacán

Selten hat uns eine Großstadt so vom Hocker gerissen wie Mexico City. Kein stinkendes reizloses Moloch von einer Großstadt. Im Gegenteil – Kultur ohne Ende, freundliche Menschen, riesige Stadtparks und Shopping ohne Ende. Ach ja – und leckeres, günstiges Streetfood. Mmmhh Mexico City hat uns gefallen! Unbedingt genug Zeit einplanen um auch noch Teotihuacan besichtigen zu können. Die Sonnen- und die Mondpyramide sind einmalig und der Ausblick unbeschreiblich. Definitiv eines unserer Highlights in Mexiko.

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Palacio de Bellas Artes

Die Pazifikküste 

Traumhafte beinahe menschenleere Strände – fernab vom Massentourismus Yucatan’s locken die Pazifikküsten Mexiko’s vor allem die Mexikaner selbst an. Hier kann man noch Mexiko’s Strände in ihrer Ursprünglichkeit erleben. Im nördlichen Puerto Vallarta werden noch jeden Abend an der Strandpromenade kleine Verkaufsbüdchen und -stände aufgebaut. Einheimisches Essen lockt Mexikaner wie auch immer mehr Europäische Touristen nach Puerto Vallarta. Und nicht zu vergessen – natürlich das traumhaft tiefblaue Meer.

Etwas südlicher in Puerto Escondido begegnet man vor allem den Surfern die die hohen Wellen an Puerto Escondido’s Strand für sich entdeckt haben. Selbst in der Nebensaison im September ist hier so einiges los. Doch – die Strände sind nicht überlaufen, die Preise für Essen und Trinken in einem der vielen Strandrestaurants sind mehr als angemessen – und wir haben selten so entspannt den (zum Surfen geeigneten) Wellen zugeschaut.

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Strand von Zipolite

Noch weiter südlich findet sich das überschaubare Zipolite. Einst als Geheimtipp ausgepriesen, sind diese Zeiten wohl längst vorbei. Die touristische Infrastruktur ist mittlerweile ausgebaut im beschaulichen Zipolite. Baden im warmen Meer ist allerdings schwierig. Der Sog ist hier so stark, dass es uns beide (nur bis zu den Knien im Wasser!) beinahe ins Meer gezogen hätte. Zum entspannt Baden und Planschen eher nicht so geeignet. Dafür ist Zipolite soweit wir wissen aber der einzige FFK Strand Mexiko’s. Na dann – frohes Nacktschwimmen!

Zentralmexiko

Das Städtchen Puebla, Oaxaca, die Hauptstadt des gleichnamigen Bundesstaates und vor allem San Cristobal de las Casas haben uns so gut gefallen, dass wir am liebsten viel länger geblieben wären. Wir haben vor allem in Oaxaca und San Cristobal das ursprüngliche Mexiko kennengelernt. Die Mexikaner kochen hier noch ehrliches Mexican Food, sind aufgeschlossen gegenüber Reisenden und neugierig. Solch schöne Handwerkskunst, vor allem Textilien, haben wir nirgends mehr entdeckt. 

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Oaxaca

Die Yucatan-Halbinsel

Mexikos Halbinsel Yucatan bietet so viel. Traumhafte Karibikstrände, verschlafene Küstenstädte wie Merida und türkisblaue Cenoten. Doch wo so viel landschaftliche Schönheit zusammenkommt, da bleiben Touristenströme nicht aus. Hat man den Touristenschock erstmal überwunden, kann man sich daran gewöhnen und die zahllosen Sehenswürdigkeiten genießen. Ob Tauchen am zweitgrößten Riff der Erde – Pyramiden besteigen in Uxmal und Chichen Itza oder entspannen am Karibikstrand von Tulum. Man weiß gar nicht wo man anfangen soll. 

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Tulum

Fortbewegungsmittel in Mexiko

Das Streckennetz der Überlandbusse ist mehr als gut ausgebaut. Etliche Busgesellschaften, darunter die bekanntesten ETN und ADO decken so ziemlich jede Route ab. Die Ticketpreise sind meist angemessen – allerdings sollte man vor allem bei weiteren Strecken mit Flugtickets vergleichen. In unserem Fall waren Flüge z.B. von Mexico City nach Puerto Vallarta entweder genauso teuer oder nur minimal teurer als die Bustickets für diese Strecke. Hier lohnt sich vergleichen – vor allem wenn man schnell ans Ziel kommen möchte und wertvolle Reisezeit nicht im Bus absitzen möchte. Von Billigairlines wie VivaAerobus raten wir allerdings eher ab. Zum einen ist das Bezahlen bei Onlinebuchung eine Katastrophe da nicht-mexikanische Kreditkarten nicht akzeptiert werden. Zum Anderen lassen diese Airlines einen gerne mal hängen und stornieren kurzfristig Flüge, wie wir in Puerto Vallarta leider am eigenen Leib erleben mussten. (siehe unseren Beitrag „Puebla – Wo kommen all die Käfer her?“)

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Monte Alban

Währung

Die offizielle Währung in Mexiko ist der Mexikanische Peso, auch wenn man in den Touristenhochburgen Playa del Carmen und Co. das Gefühl nicht los wird, dass der US Dollar viel lieber gesehen wird. Der Grund  –  die Währungskurse sind für Touristen äußerst unvorteilhaft und die Mexikaner nutzen das gerne aus. So zahlt man in US-Dollar viel mehr, als wenn man in Pesos zahlt. Also immer genügend Pesos abheben und nicht mit Dollarnoten wedeln. Außerdem gewöhnt man sich recht schnell an die mexikanischen Pesos. 100 Pesos sind übrigens (nach Stand Nov 2018) ca. 5 Euro. Das Umrechnen ist also gar nicht sooo schwer.

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Mitla

Die Mexikaner

Wir haben sie ja schon irgendwie lieb gewonnen. Die Mexikaner sind im Großen und Ganzen ein freundliches und liebenswertes Volk. Hilfsbereit sind sie und lachen tun sie auch gern. Insgesamt ein lautes aber sympathisches Volk 🙂 Was uns oft einen erhöhten Puls eingebracht hat, war leider die weit verbreitete Rücksichtslosigkeit, nicht gegenüber Touristen im Speziellen sondern allgemein gegenüber ihren Mitmenschen. Nicht selten konnten (oder mussten) wir stundenlange lautstarke Telefongespräche von Mexikanern im Bus mit anhören. Gerne auch mehrere gleichzeitig. Auch sehr gerne werden YouTube-Videos ohne Ohrstöpsel geschaut, auch LAUT natürlich. RICHTIG LAUT. Immer und überall. Das kann manchmal schon nerven, vor allem wenn man schlafen will im Nachtbus.

Mexikaner sind auch eher ein gelassenes Volk, wenn es darum geht sich vom einen zum anderen Ort per Fuß fortzubewegen. Da hat man als gewohnt schnellerer Läufer auf Gehsteigen meist keine Chance auch nur annähernd an den langsameren Mexikanern vorbei zu kommen.- sei der Gehsteig auch noch so groß. Platz machen tun sie generell auch eher ungern. Das klingt jetzt alles sehr negativ – die meiste Zeit haben wir aber drüber gelacht und waren fasziniert wie unterschiedlich doch die Menschen sind.

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Fazit

Wir lieben Mexiko. Dieses Land hat es uns wirklich angetan und wir überlegen schon, wann wir zurückkehren. Es gibt noch so viel Sehenswertes, wofür uns einfach die Zeit gefehlt hat. Die Baja California beispielsweise, oder die Dschungelruinen in Calakmul. Wir müssen wiederkommen – und alle die noch nicht dort waren: Bucht euren Flug nach Mexiko!