Uruguay

Ankommen in Uruguay

Mit der Fähre reist man von Buenos Aires in zweieinhalb Stunden über den Río de la Plata nach Uruguay. Bei den Fährtickets gibt es zwei Wahlmöglichkeiten. Löst man das teure Ticket, bringt einen die Fähre direkt in die Hauptstadt – nach Montevideo. Möchte man lieber etwas sparen, dann kauft man das Fähre-Bus-Kombiticket. Letzteres hatten wir. Sobald die Fähre im kleinen Städtchen Colonia in Uruguay anlegt, wird man umverfrachtet in einen Bus der Fährgesellschaft. Weitere 2 Stunden später hat man dann die Hauptstadt erreicht. 

6 Tage in Montevideo

Montevideo hat uns wie auch Buenos Aires auf Anhieb gut gefallen. Eine angenehme Stadt direkt am Meer. Was uns allerdings überrascht hat, waren die horrenden Preise. Wir würden behaupten vom Preisniveau her kann Montevideo (oder Uruguay im Allgemeinen) ohne Zweifel mit der Schweiz mithalten. Nun wurde uns auch klar, wieso Uruguay die Schweiz Südamerikas genannt wird.

Plaza Independencia, Montevideo
links: Palacio Salvo im Art-Deco-Stil, rechts: der Unabhängigkeitskämpfer Artigas
beides am Plaza Independencia in Montevideo

Auf einem Streifzug durch Montevideo kommen wir durch die Altstadt. In den Schaufenstern fallen uns die vielen skandinavisch angehauchten Klamotten, Möbel und Wohnaccessoires auf. Ganze 88% der Bevölkerung Uruguays haben europäische Vorfahren.

der „Playa de los Pocitos“

In Dokumentationen über Montevideo wird häufig der schöne Strand direkt vor den Hochhäusern am Meer gezeigt. Live sieht der Strand in unseren Augen nicht ganz so berühmt aus. Der Sand ist toll. Das Meer ist leider sehr dunkel und trübe, bedingt durch den hohen Eintrag an lehmigem Schlamm und die geringe Tiefe des Río de la Plata. Trotzdem lohnt es sich ein paar Stunden am Stadtstrand zu liegen und die Sonne Montevideos zu genießen. 

leerer Strand – der Playa de los Pocitos in Montevideo

Promi Hotspot in Uruguay – Punte del Este

Von Montevideo aus lassen sich problemlos Ausflüge ins Umland gestalten. Wir besichtigten beispielsweise den bei Stars und Sternchen beliebten Urlaubsort Punta del Este. In das Küstenstädtchen kommt man, ohne eine Tour buchen zu müssen, ganz einfach mit dem Bus. Leider hatten wir einen regnerischen Tag erwischt. Doch trotz Regen genossen wir die schöne Aussicht auf das Meer und beobachteten das Treiben rund um „La Mano“ („Die Hand“). 1982 errichtete Künstler Mario Irarrázabal hier eine Art Skulptur bestehend aus fünf Fingern, die aus dem Sand ragen. Wie man sich denken kann, möchte jeder Besucher ein Foto von und mit der Hand.

Immer ein Foto wert – „La Mano“

Ranchurlaub in Montevideo – 4 Tage auf einer Estancia

„Gran hombre, gran caballo“ rief André lachend als er Sebastian sein Pferd für den morgendlichen Ausritt übergab. Wir waren am Tag zuvor in der uruguayischen Pampa, im Bezirk Treinta y Tres, mitten in Uruguay angekommen. Eine traumhafte Estancia, umringt von unendlich weitem unbebautem Land. Wir genossen 4 Tage auf der Ranch einer freundlichen Familie, die mehrere kleine Zimmer an Gäste vermietet.

Die Estancia lebt seit Jahrzehnten von der Rinderzucht und teilte gerne ihr Wissen über das Land und die Rinderzucht mit. Im Garten konnte man in Hängesesseln herrlich entspannen, während ein Pferd und das Hausschaf um einen herumlief und nach Grashalmen stöberte und Hund und Katz zum Streicheln vorbei kamen. Ein Traum für Tierliebhaber.

Wer Interesse hat, dem nennen wir gerne auf Nachfrage die Adresse dieser traumhaften Estancia.

Wir hatten wunderbare Tage in der Natur und genossen die Landschaft und Gastfreundlichkeit der Uruguayos. Doch irgendwann hat alles ein Ende…

Ein Abschied

Es war mittlerweile Ende Februar und das Ende unserer Südamerika Reise war gekommen. Wir bereuen keinen Tag dieser Reise und sind dankbar für die vielen Erfahrungen die wir machen durften, die vielen Menschen die wir kennenlernten und für die schönen Momente. Doch auf uns wartetet schon das nächste Abenteuer. Wir wollen in den Norden. Nach Skandinavien! Aber diesmal etwas anders, ohne Rucksack…